Lichtstrahlen durchbrechen dunkles Laub – ein symbolisches Bild für intuitives Erkennen im Verborgenen

der sechste sinn

ist kein geheimnis,kein ahnen aus dem nichts,kein blick durchs unsichtbare. es ist der scharfsinn –nicht der laute,nicht der blitzende,sondern der,der leise spuren liest. ein sinnfür brüche im tonfall,für das zu viel gemeinte,für das nicht gesagte. scharfsinnist kein wissen,sondern seismograph.kein beweis,aber ein zittern,wenn etwas nicht stimmt. wer ihn trägt,fragt anders.sieht,wo andere ...
Weichgezeichnete, organische Form unter einer Nebelschicht – symbolisch für das Verborgene und Menschliche

würde

nicht als begriff,als praxis. nicht im grundgesetz,sondern in blicken.in der art, wie man zuhört.in der pause zwischen urteil und reaktion. was wäre,wenn wir einandernicht messen,nicht bewerten,nicht benutzen –sondern begegnen? nicht von oben,nicht von unten,nicht mit dem stempelder eigenen richtigkeit. würde bedeutet nicht ehre.nicht status.nicht fassade. würde ist das,was bleibt,wenn man ...
Abstraktes Gemälde in Braun-, Grün- und Beigetönen, das an organische Strukturen und zellartige Muster erinnert.

blase

sie schützt.vor dem eindringendes anderen.des fremden.des unbequemen. sie fühlt sich durchlässig an,doch sie ist dicht.undurchdringlichfür widerspruch.für wirklichkeit.für die fragenach sich selbst. man nennt es wahrnehmung,meint aber:filter.meinungenmit lila seidenfutter.illusionenaus energiearbeit. vibrierend,kein Schmerz kommt durch. die eigene realitätwird zur hülle,zur haut,die nichts ...
regengetränktes fenster vor verschwommener landschaft – stille und unschärfe im übergang

ohnmacht

spricht nicht sie fälltin den raumzwischen willenund wirklichkeit wenn der willeden griff verliertund das festhaltenin sich zusammenfällt sie lehrt nichtindem sie zeigtsondernindem sie nimmt nimmtdie kontrolledas wissenden plan und lässtnur atemnur wartennur sein ein lehrerohne stimmenur mit dem schattender eigenen grenzen ohn-machtist auchmöglichkeitzu hörenwas sonstübertönt wird ein stiller ...
Gefrorene Eisschicht über grünem Gras – ein Sinnbild für Selbstschutz, der das Leben zurückhält.

vorsicht

ein paradoxaus angst geboren.eine rüstungaus erwartungsmanagement. eine formvon hoffnung,die nicht wagt,zu hoffen. wer das schlimmste denkt,bereitet sich vor.immer.auf verlust,auf fall,auf enttäuschung. und nennt das vorsicht.realismus.abgeklärtheit. und was passiert,wenn es gut wird?kann man es dann glauben?annehmen?halten? wer im sturm lebt,traut dem sonnenstrahl nicht.sucht im hellenden ...
Abstrakte Lichtspur, die sich wie ein fließender Gedankenstrom durch hellen Raum zieht – voller Bewegung, voller Andeutung.

licht im unbekannten

das licht hat nie zugestimmtgetrennt zu sein. Und doch haben wir ihm türen gebaut,aus deutung und beten,mit schlüsseln,die nur ins eigene vergessen passen. man nennt das dann glaubeund meint eigentlich:abwesenheit. die welt trägt ein gewandaus pixeln und pflastersteinen,aber darunterschwitzt sie sehnsucht. vielleicht ist das ichnur ein wort,das zu laut wurdeund jetztdie ganze wahrheit ...
Farbige Schatten und Lichtreflexe auf rauer Wandoberfläche – abstrakt, poetisch, atmosphärisch.

Monolog

War.Ist.Bleibt. Nicht sichtbar,nur wirksam.Kein Spiegel,kein Versprechen. Sie trägt keinen Namen,doch alles benennt sich an ihr. Und wir,mit Stimmen aus Nebel,zeichnen Linien in Wasserund nennen sie Welt. Jeder trägt ein Fragment,hält es hochwie ein Totem aus Glas,scharfkantig,zerbrechlich,geliebt. „Meine Wahrheit“,sagen die Lippen,während das Einestill durch alles ...
verschwommene hand vor einem dichten gewebe aus ästen – eine geste im zwischenraum

ungenügend.

ein schatten,der sich in spiegeln spiegelt.ein durstnach dem,was sich nicht benennen lässt. wir sammeln dinge,um das leere zu tarnen,legen worteüber das ungesagte,tragen zielewie ketten aus gold. doch das verlangenkennt kein ende,weil es sich selbst begehrt. inmitten der stimme,die sagt: du musst,du musst mehr –ein raunen. verlorenim geräusch,gefundenim stillen. die bäumefragen nicht,ob sie ...
stromleitungen vor grauem himmel, verlaufend in die stille

momente

in denen alles stillsteht,in der die fragenicht nach einem ziel sucht,sondern einfach nurdie luft berührt,die zwischen uns liegt. weitergehen,ausgefranste wege entlang,die richtungen haben sich verflüchtigt,nur ein kaum hörbares rauschenbleibt erinnerung. es ist nicht nur das gelebte,das uns ausmacht,sondern auch das,was nicht gesagt wurde,nicht auf den richtigen moment gewartet hat. die ...
Zwei Türen in einer Mauer, vollständig zugemauert mit weißen Bausteinen, als Symbol für versperrte Wege oder verborgene Möglichkeiten.

unsinn

was,wenn das,was wir ablehnen,verlachen,undabwerten –die tür ist? unsinnals durchbruch.nicht das absurde,sondern das,was sich nicht rechnet.nicht logisch fügt.nicht in methoden passt. zwischen sinn und systemgähnt ein raum,der lacht. ver-rückt ist. nie falsch.nur frei. wer den unsinn meidet,verpasst das perlenim randbereich. die botschaftim fehltritt. die klarheitim paradox. der siebte ...