beziehung

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Was wenn der Schatten des anderen das eigene Licht aufleuchten lässt, bis er selbst leuchtende samtene Dunkelheit wird? Fruchtbar statt furchtbar.Nahbar statt distanziert

Dann wäre der Schatten kein Makel mehr, kein dunkler Fleck auf der Tapete des Selbstbilds. Dann wäre er Resonanzraum. Ein dunkler Raum, in dem das Licht erst merkt, dass es Licht ist, weil es nicht dauernd in der eigenen Helligkeit ertrinkt. Der Schatten des anderen. Das klingt nach Bedrohung, nach Überlagerung, nach jemandem, der sich vor deine Sonne stellt. Aber oft ist es genau ...

Was, wenn das Ungefähre weitaus ungefährlicher ist als das vermeintlich Gewusste, wenn das Ungesicherte dem Leben selbst folgt, stillschweigend, weil unbedarft?

Dann wäre das Ungefähre nicht der schlampige Kumpel der Wahrheit, der mit Kaffee auf dem Hemd zu spät zur Wirklichkeit kommt. Dann wäre es ihr heimlicher Beschützer. Einer, der nicht imponieren will, einer, der einfach neben dir geht und dafür sorgt, dass du nicht an der nächsten Ecke in deine eigenen Gewissheiten rennst. Das vermeintlich Gewusste dagegen tritt oft auf wie ein Ordnungshüter. ...

Was, wenn das Herz keine Türen mehr braucht, weil es eine Lichtung geworden ist, in der sich das Unmittelbare zeigt, wie es ist?

Dann wäre das Herz kein Haus mehr. Kein Flur, keine Tür die man nur halb öffnet, damit niemand merkt, wie sehr man hofft, dass doch jemand kommt. Es wäre auch kein Museum der alten Verletzungen, in dem man Besucher bittet, leise zu sein, weil sonst der Staub der Erinnerung herumwirbelt. Eine Lichtung ist etwas Unhöfliches, im schönsten Sinn. Sie hat keine Etikette. Sie fragt nicht nach ...
gedankenräume

gedankenräume

gebaut aus gläsernen wänden namen von dingenbeschriftungen auf luft das unsichtbare gitterbesteht aus vertrauten wortenaus erklärungen die sichaneinander schmiegen wie zähne je mehr wissendesto enger der raumein geflecht aus begriffendie kein tor kennen doch in der stilleöffnet sich etwasohne tür ohne schlüssel ein raum ohne begrenzungden nur das loslassen betritt und die frage die bleibtwer ...
gehalten-sein

gehalten sein 

kein lautes festhalten, kein griff wie ein anker im sturm,ein zartes schweben, fast unsichtbar,ein hauchdünnes netz aus luft und vertrauen,das dich auffängt, bevor du fallen kannst. wie das sanfte weben von morgentau auf blättern,das sich löst, wenn die sonne küsst,aber immer wiederkehrt, wenn die schatten spielen.es ist ein stilles flüstern zwischen haut und seele,ein heimkommen ohne türen ...