fragen

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Was wenn wir hier untergehen um an fernen Horizonten aufzugehen? Den Schwarzmond durchqueren um von der Fülle geerntet zu werden?

Untergehen wäre dann kein Scheitern, es wäre ein Ortswechsel. Ein Verschwinden aus dem Blickfeld jener, die nur glauben, was im Scheinwerfer steht. Man geht unter wie die Sonne, nicht, weil sie aufgibt, sondern weil die Welt sich weiterdreht. Und irgendwo, hinterm Horizont, geht sie wieder auf, ohne großes Theater. Wir verwechseln das Untergehen gern mit Verlust. Dabei ist es nur eine stille ...

Was wenn wir einander bedingen um lose zu werden, so leicht sinnig, das der innere Atem flügge wird und sich aufscheint zu Gefilden, von denen wir nur verhalten zu träumen wagen?

Dann wären wir keine zwei fertigen Figuren, die sich treffen, abgleichen, ergänzen und wieder auseinandergehen wie sauber sortierte Puzzleteile. Dann wären wir eher zwei Hände an einem Knoten. Nicht um ihn fester zu ziehen, aus Angst, es könnte etwas entgleiten. Vielmehr um ihn zu lösen, bis das Seil nicht mehr schneidet. Einander bedingen, um lose zu werden. Ein schöner Widerspruch. Und ...
spiegelung von himmel und bäumen in einer pfütze, mit spuren im kies

aufgeweichte wirklichkeit

die wirklichkeitaufgeweicht hineingelegtin einer pfütze geliehener himmelfür einen augenblick liegt die welt offen nicht da wo die augensie vermuten wolken treibenunter den füßenbaumkronen wachsennach unten ein schwebenzwischen den rändernvon oben und untenvon schein und schleier eine hautaus erinnerunggetragen vom regen nichts ist falschnur verschoben die spurenzeichnen kein ziel ein ortder ...