Wahrnehmung

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leben

leben

kannst du davon lebenist keine fragesondern ein reflexein ablenkungsmanöverder verstand, der sicherheit suchtder vergleichtund eng macht lebenist keine einkunftkein saldokein ja und kein nein leben ist ein stromeine kreative spannungdie durch jeden körper fließtununterbrochenunausweichlich kunst macht diesen strom sichtbarschneidet kleine rissein die scheinbar feste haut der weltzeigtdass das ...
innen

innen

kein raumnicht gegenstück kein ort der abgrenzungsondern grundder ohne gegensatz istneutralitätnicht zwischenpolnicht stille als lückekein laues dazwischen sondern der stoff selbstaus dem formen und formlosigkeitzugleich entstehen alles trägt ihn in sichdie steinedas atmendedas flüchtige nichts muss hineingeführt werdenweil es längst dort ist die frage bleibtwie weit das augesich öffnetwie ...
anzeichen

anzeichen

ein leiser rufkein feuerwerkkein donner nur dieses kaum hörbare ziehendas dich mitten in dein eigenes zentrum stellt häute fallen abmasken lösen sichwie staub im wind räume die einst deine heimat warenfühlen sich fremd anwie alte kleiderdie der körper nicht mehr kennt es ist kein werdenes ist ein erinnernan das was nie verschwunden war die vergangenheittritt zurücknicht im zornnicht im ...

mensch

ein wesen,das frisst,was es liebt.das sich nährtvon der erschöpfung seiner grundlage. nicht weil er es mussweil er es kann. er kolonisiertsich selbst.sein körper: ressource.sein geist: verwertungsmaschine.seine zeit: ein rohstoff für systeme,die ihn zersetzen,während er lacht. er beutet die erde ausund sich gleich mit.stellt zäune um landschaftenund zellen um gefühle.sagt „ich“und meint ...
durchzug

durchzug

ein gedankekann da sein,laut,fordernd,wiederkehrend und dochmuss er nichtwahr sein. er darf bleiben,ohne dass du ihn einnimmst.darf sprechen,ohne dass du antwortest. nicht jeder satz,der in dir auftaucht,gehört dir. mancheziehen nur durch dich hindurchwie wetter,wie wind,wie erinnerungaus einem fremden leben. du darfst schauen,ohne zu greifen.darfst hören,ohne zu folgen. du bist nicht das ...
realität

realität

nichts ist realer als man selbst,sagt eine stimme,die aus der tiefe kommt,als wäre da ein kernder sich nicht verschieben lässt doch was,wenn das selbst nur schichten trägtaus erinnerung, wunsch und widerstand,ein sediment aus allem,was gesagt wurdebevor man sprach die hand, die sich hebt,ist echtund doch nicht begreifend das gesicht im spiegelspiegelt nichtwas innen wohnt das realeist nicht ...
grüner grund

grüner grund

auf einer gefalteten flächeruht das gewicht zweier welten sie halten sich nicht festsie fallen auch nicht eine stillein zarter spannung die zartheit dieser berührungentsteht nicht aus absicht,sondern aus notwendigkeit nur das irritierend edas sich verliertim gegenseitigen halten etwas uraltes gleitetüber das jetzt und bleibt als spurauf grünem grund liebe als langsamesumkreisen des schwerpunkts
klarheit

klarheit

manchmalist klarheit nur die kunstnicht zu zerfallen ein stillgelegter alarmder so klingtwie stärke muster lesenzwischen worten atmendurch blicke wandernals wäre das überlebeneine choreografie nicht weil jemand zuschautsondern weil niemand da warder bleibt zu früh gelerntwann ein raum kipptwann eine stimme nicht mehr trägtwann stilleschneidet dannzu offenwie ein fenster bei sturmzu ...
beobachten

beobachten

ohne zu greifenohne zu benennen nicht wissen wollennur anwesend sein kein urteilkeine richtungnur raum dieses schauenfordert nichtsnimmt alles mit die gedanken kommenwie reflexenicht falschnur vertraut doch in der wachsamkeitdie still bleibtkann man sehenwoher sie kommenundob man ihnen folgen will nicht um zu entkommennicht um besser zu sein sondern um zu bleibenwo man sonst längstabgebogen ...

auf dem mond

sprechen die körper leiser sie wissen nichtwohin mit den händenwohin mit der erinnerungan jahrzehntein derselben haut die stimme gegenüberlegt ein seil aus lichtführtohne zu drängen hier löst sich schönheit aufwie salz im regenund hinterlässt eine spur hier wird nicht gemessenhier wird gehobenwas sonst unsichtbar bleibt jemand richtet die weltein wenig anders ausund allessteht plötzlichin ...