Words

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oberkörper eines mannes im halbdunkel, hände vors gesicht gelegt, licht auf schulter und stirn

wurzelwerk

isoliertheitzuerst wie glaskaltunbegehbarein zwischenzustandaus stummem druck doch wenn die stillesich nicht länger gegen dich lehntsondern in dir zu wandern beginntwird aus der wandein raum einsamkeitnicht als gegenteil von nähesondern als tiefedie trägt eine form von innendie nicht ruftaber antwortet hierim gedämpften lichtbeginnt das denken zu wurzelnnicht als konstruktionals gewachsenes ...

was war

jedes mal,  wenn wir die erinnerung berühren,  wirkt sie wie ein druck,  immer wieder neu gesetzt,  bis der raum zwischen den zeilen  zu einem wunden punkt wird.   wir leben in der wiederholung,  nicht in der vergangenheit.  die vergangenheit ist tot,  wir holen sie immer wieder  ins ...
schattenriss einer frau vor jalousienlicht auf einem bett, stille szene

durchlässig

offen zu seinheißt nicht,alles aufzunehmen. bedeutet nicht,sich selbstzu überhören. zwischen empathieund entgrenzungliegt ein feiner riss. manchmaltritt etwas ein,das nicht bleiben mag. manchmalbleibt etwas,das schon längstverloren hat,was trägt. durchlässig zu seinheißt auch,durchzulassennicht alles festhalten,nicht alles erklären. nur spüren,was still macht,und was verschwindet,wenn du ...
wolken und nebel vor blauem himmel, fließend und lichtdurchlässig, wie ein hauchgewebe in bewegung

traumtangente

hauchgewebe spannt sichüber eine welt, die sich nicht entscheiden willzwischen anwesenheit und rückzug der himmeleine haut aus verdünntem bewusstseinzugleich fläche und fallwie das innen einer pupillekurz vor dem vergessen in der tiefenebelsehnen, lockendwie briefe in einer anderen sprachenicht lesbarnur erfahrbar an den rändern ein baum stehtwie ein erinnerungsträgeran das, was nie begann. ...
gesichter im nebel, symmetrisch verschwommen, offen für alles was ist

einverstandensein

alles, was jetzt hier ist, darf da seinnicht weil es passtnicht weil es gewünscht istsondern weil es bereits da ist spiritualität beginnt nicht mit einem glaubennicht mit einer übungnicht mit einem weg, der gegangen werden musssondern mit einem einverstandensein mit dem, was istjetztohne vorgabeohne richtung sie ist nicht das lichtnicht der friedennicht die stillesondern das jadas allem ...
spiegelung von himmel und bäumen in einer pfütze, mit spuren im kies

aufgeweichte wirklichkeit

die wirklichkeitaufgeweicht hineingelegtin einer pfütze geliehener himmelfür einen augenblick liegt die welt offen nicht da wo die augensie vermuten wolken treibenunter den füßenbaumkronen wachsennach unten ein schwebenzwischen den rändernvon oben und untenvon schein und schleier eine hautaus erinnerunggetragen vom regen nichts ist falschnur verschoben die spurenzeichnen kein ziel ein ortder ...
weite feldlandschaft unter wolken, die sich wie sprechfalten am horizont ausbreiten

take off

das land liegt wie ein geöffnetes ohrein horchen ins ungeformteins fast wolkenverziehen sich zu sprechfaltenin denen der himmelnicht antwortet, sondernumschlägt es ist als würde das lichtetwas zurücknehmendas nie gegeben warals strecke sich die fernenach innen die gräser biegen sichnicht vor dem windsondern unter einem druckaus richtungslosigkeit etwas ziehtnicht nach vorn, nicht ...
person treibt entspannt im wasser, von licht durchzogen, umgeben von natur

der schlaf trägt mich.

auf wassern,auf federn,auf einem licht,das keine quelle kennt.ich liege auf dem,was die zeit vergessen hatein stilles fließen ohne ufer. die vögel wissen es.sie gleiten.ihre flügel sind briefe an das oben,das niemand liest. ein federstrich im himmel,ein gedanke,der nicht gedacht werden will. ich selbst bin schwerelos.leer. meine hautein gedicht,das der regen löscht. meine kleidungschlaf aus ...
wolken in fließendem abendlicht, zwischen dunkel und gold

innensommer

das leben hält den atem anmit einem lautlosen kippen vorhang zur seitedas große spiel: bloß lichtstaubnebelkein applaus nur ein abgeräumter altarwo die alten namenin sich zusammensinkenerfolg. bedeutung. kontrolle.wie statuen,die vergessen haben, warum sie einst verehrt wurden nichts bleibtund dochdiese leere ist kein lochsie trägt ein zustandwie erde,die auf das nächste samenkorn wartet kein ...
bewegung im raum, zwischen rhythmus und stillstand

dritte fläche

zwischen zustimmungund widerstandkein mittelweg eine schichtentzogen dem spiel nicht mitnicht gegensondern unterhalb der liniewo bedeutung gemacht wird wer kraft berührtverlängert ihren arm wer angst berührttritt ein in die schleifeaus bild und gegenbild der dritte wegkein wegeine haltungein nicht-greifeninmitten des drängens nicht verweigerungnicht fluchtein ruhenunter dem schrei keine ...