innerer garten
erde wird geöffnet.
nicht aus hunger,
sondern aus bereitschft.
schönheit, immer nah,
sie entsteht im schatten der hände,
wartet im krümeligen widerstand des bodens.
nahrung der seele
ist kein gegenstand.
sie nährt,
wenn geduld warm genug wird.
gefangenschaft
als raum,
in dem form lernt,
sich selbst zu verlassen.
innerer garten,
kein besitz.
nur arbeit,
die lebt.
manches erscheint
ohne absicht,
wächst jenseits des denkens,
nimmt licht an
wie haut.
glaube
ist keine leistung,
sondern eine haltung
des offenbleibens.
gestalt
als bewegung der liebe,
nicht abgeschlossen,
nie sicher.
jahre
ohne garantie,
immer durchlässiger.
kein ereignis,
das nicht lehrt,
wie weit liebe reicht,
von einem rand
zum anderen,
durch den schlafenden,
tanzenden kern der seele.
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text u. bild m.w.
