sein als frage
warum ist da etwas,
und nicht nichts?
nicht leere, kein schweigen,
nur welt,
die sich zeigt
und doch entzieht.
was bedeutet es,
zu sein?
im fluss der zeit
als frage,
die mitgeht
in jedem schritt.
menschsein –
als ständige annäherung,
zwischen möglichkeit
und verschlossenem.
die welt erscheint
wie ein ruf,
der nicht verstummt,
wenn wir nicht antworten.
sein ist kein besitzen,
kein wissen,
kein sichern
es ist geschehen
und zulassen,
eine art von gegenwart,
die nie vergeht,
weil sie nichts festhält.
wie können wir
im lärm,
im druck der optimierung,
wieder spüren,
dass wir sind?
nichts leisten,
nichts um zu …
es genügt,
wach zu sein
für das,
was sich zeigt,
wenn nichts gesucht wird.
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text u. bild m.w
