weitergehen
ein irrtum bleibt zurück wie ein stuhl nach dem besuch eines fremden.
nichts fordert verteidigung.
nichts fordert erinnerung.
hände tragen spuren unsichtbarer stunden.
ein falscher schritt verändert den staub auf dem boden, nicht den himmel.
der himmel verliert nichts.
ich denke an die stille würde des weitergehens.
an türen, die sich ohne hoffnung öffnen.
an das geräusch eines gedankens, der aufhört, sich anzuklagen.
vergangene fehler besitzen eine schwere aus wolken.
die kommende bewegung kommt aus einem ort ohne erinnerung.
zwischen beiden lebt eine unruhige stille, eine art unsichtbares meer.
es gibt menschen, die in ihren eigenen schatten wohnen.
sie ordnen alte niederlagen wie briefe in einem schuhkarton.
jeder morgen steht im schatten seines eigenen anfangs.
ein einziger schritt nach vorn verändert die form der einsamkeit.
nicht die welt.
die welt bleibt fern hinter den fenstern.
nur das innere verschiebt sich.
wie licht auf einem verlassenen tisch.
wie müdigkeit, die sich selbst vergisst.
der nächste augenblick verlangt keine reinheit.
nur bewegung.
und den mut, sich selbst nicht zu vergessen.
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text u. bild m.w.
