wandel
wir benennen zeit,
als hätte sie einen namen.
dabei zieht sie durch gegebenheiten,
wie wasser durch einen stein.
manchmal sehen wir unser spiegelbild
einen augenblick zu spät.
als käme jemand zurück,
der wir mal gewesen sind.
zwischen gestern und morgen liegt kein weg.
nur diese dünne haut aus vorstellungen.
es geht nicht darum ein anderer zu werden
nur darum, den eigenen umriss nicht festzuhalten.
die nacht sammelt farben.
nichts verschwindet.
das was wechselt, ist die art zu sehen.
und unter den geräuschen der welt
arbeitet die stille an einer zweiten version
von allem.
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text u. bild m.w
